Referenzen, Praxiserfahrungen, Meilensteine des Lernens

Nach meiner Erfahrung fällt es leichter, jemanden kennen zu lernen, wenn man nicht nur seine Erlebnisse und Tätigkeiten, sondern auch seine Rollen, seine "Hüte", die er auf hat, besser versteht. Deshalb habe ich im Folgenden meine Praxiserfahrungen der Jahre 2000 bis 2005 in einem solchen Format festgehalten. Die verschiedenen Etappen können gleichzeitig als Referenzfälle dienen. Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie nähere Informationen und Kontaktdaten erhalten möchten.

„Expedition in das Innere eines Grosskonzerns“: Ethnographische Feldforschung bei der Schweizerischen Post, PostMail

Seit Oktober 2005 und voraussichtlich bis Ende 2007 befasse ich mich mit Praktiken der Veränderung bei PostMail, der Briefpost-Sparte der Schweizerischen Post:

  • Qualitative Einzelfallstudie auf Basis ethnographischer Methoden (Dokumentenanalyse, offene und halb-strukturierte Interviews, teilnehmende Beobachtungen etc.)
  • Konstruktivistische Epistemologie: Wahrheit wird durch den Beobachter konstruiert, gesellschaftliche Systeme sind hochgradig selbstkonstituierend und selbsterneuernd
  • Wie ist in einem solchen Setting das „Management“ von Veränderung überhaupt möglich?
  • Ziel: Organisationalen Wandel begreifen und wirksame Praktiken der Veränderung identifizieren, beschreiben und multiplizieren.

„Der Mann mit dem Moderationskoffer“: Projektmitarbeit beim Aufbau eines integrierten Qualitäts- und Datenschutzmanagementsystems eines Directmarketing-Unternehmens

Von März bis Dezember 2005 hatte ich die Gelegenheit, zusammen mit dem internen Projektverantwortlichen den kompletten Prozess der Erarbeitung des Managementmodells bis zur Zertifizierung nach ISO 9001:2000 und Good Priv@cy zu begleiten.

  • Erarbeitung einer Prozesslandkarte mit der Geschäftsleitung
  • Schulung der Mitarbeitenden im Prozessmanagement
  • Partizipative Erarbeitung der einzelnen Prozesse durch systemisches Coaching und Moderation
  • Einführung eines Software-Tools zur Prozessunterstützung
  • Projektmanagement
  • Begleitung im Zertifizierungsprozess
  • Lerneffekte: systemische Beratung erfolgreich realisiert, Normen- und Gesetzeskenntnisse bezüglich Qualität und Datenschutz, Erfahrungen in Moderation und Projektmanagement

„Das wandelnde schlechte Gewissen“: Initialprojekt zum Aufbau eines Prozessmanagement-Modells bei der Tochterunternehmung einer grossen Cargo Airline

Im Sommer 2005 erhielt ich das Mandat, innerhalb von 3 Monaten mit den Mitarbeitenden des Kunden den Grundstein für ein prozessorientiertes Managementmodell zu legen:

  • Entwurf der Prozesslandkarte
  • Vermittlung von Instrumenten, Methoden und der Philosophie des prozessorientierten Managements
  • Coaching und Moderation bei der Erarbeitung einzelner Prozessschritte
  • Übergabe der Projektverantwortung an einen internen Prozessverantwortlichen und weitere Begleitung der nächsten Projektphasen nach Bedarf
  • Lerneffekte: Umsetzung des im Studium und durch Nebentätigkeiten Gelernten in die Beratungspraxis, erstes eigenverantwortlich durchgeführtes, konsequent systemisch konzipiertes Projekt

„Der jugendliche Herausforderer“: Co-Beratungsmandat zum Aufbau eine integrierten Umwelt- und Qualitätsmanagements bei einem Kombiverkehrsunternehmen

Als Mitglied eines dreiköpfigen Beraterteams begleitete ich 2003/2004 den Kunden beim Aufbau eines integrierten Managementsystems:

  • Sichtung der vorhandenen Managementsysteme
  • Entwicklung einer Strategie zum Umgang mit Qualität und Umwelt
  • Schulung und Coaching des Kunden beim Aufbau des Managementsystems
  • Begleitende Dokumentationsarbeiten
  • Meine Rolle: Anhand von Best-Practice-Beispielen aus der Branche immer wieder strategische Impulse geben und die überlieferten Denk- und Verfahrensweisen hinterfragen (Synergien mit meiner Diplomarbeit)
  • Lerneffekte: Professionelles Arbeiten im Beraterteam, Balance zwischen dem Erfüllen der Kundenwünsche und dem gezielten Impulsgeben finden

„Sinnstiftende Teamerfahrung“: Präsidentschaft bei oikos St. Gallen, der Studierendeninitiative für Nachhaltige Entwicklung an der Universität St. Gallen

Von Ende 2001 bis Mitte 2003 hatte ich die grossartige Chance, oikos St. Gallen zu führen:

  • Verantwortlich für externes Networking, Veranstaltungen, Repräsentation
  • Budget- und Sponsoringverantwortung
  • Finanzieller Turnaround bei gleichzeitiger Verwirklichung ambitionierter Projekte
  • Entwicklung von Strategien, die Sinn für Umwelt und Gesellschaft stiften
  • Lerneffekte: Umfangreiche Einblicke in die „Nachhaltigkeitsszene“, Perspektiven für sinnstiftende Tätigkeiten, Wert der Teamarbeit kennen- und schätzen gelernt

„Schritt in die Selbständigkeit“: Verschiedene kleinere Aufträge parallel zum Studium

Mein früherer Arbeitgeber bat mich, ein Kundenprojekt auch nach dem Ausscheiden weiter zu betreuen. Daraus ergab sich (2001/2002):

  • Selbständigkeit und Gründung der ARGE consolint
  • Erstes Projekt: Begleitung des Kundenprojekts
  • Zweites Projekt: Kleinere Analyse zur strategischen Neuausrichtung der ABX Logistics International GmbH in der Region Süd
  • Drittes Projekt: Businessplan für die Gründung einer NGO für Biodiversität (im Umfeld des NABU Deutschland)
  • Lerneffekte: Erste Schritte im Umgang mit „eigenen“ Kunden, d.h. ohne Schutzschild der grösseren Unternehmenseinheit, Akquisitionserfahrungen, Diplomatisches Geschick, Organisation des „Back-Office“, Strategische Überlegungen zum Wachstum des eigenen Unternehmens

„Erste Sporen“: Operations Management bei ABX Logistics International GmbH, Offenburg

Im Jahr 2000 hatte ich folgenden Auftrag:

  • Integration einer Bahntrans-Luftfracht-Niederlassung ins Netz der ABX Logistics International GmbH
  • Einführung der international gültigen Standards, Anpassung der Prozesse
  • Ausbau und operative Leitung der Station mit zuletzt 4 Mitarbeitenden
  • Lerneffekte: erstmals operative Führungsverantwortung, Umgang mit „Generationsschwierigkeiten“