Licht- und Schattenseiten: Ein Beurteilungsversuch

Eine der meist gestellten Fragen in Vorstellungsgesprächen ist gleichzeitig eine kaum sinnvoll beantwortbare: Nämlich die nach den eigenen Stärken und Schwächen. Was soll man auch darauf antworten? Zu viele Stärken ist überheblich. Aber wer stellt schon einen Schwächling ein? Oft sind vermeintliche Schwächen denn auch eigentlich versteckte Stärken.

Aller Schwierigkeiten zum Trotz versuche ich hier eine Selbsteinschätzung meiner persönlichen Stärken und Schwächen. Diese Einschätzung ist selbstverständlich auch aufgrund unterschiedlicher Feedbacks aus meinem Umfeld gewachsen.

Deshalb lade ich Sie ein, mir ebenfalls immer wieder Feedback zu geben.

Stärken

Als meine persönlichen Stärken möchte ich bezeichnen:

  • Zuhörfähigkeit: Ich kann anderen Menschen aufmerksam zuhören, ohne sie gleich mit meinen Meinungen zu überladen.
  • Empathie: Sich in andere Menschen hinein zu versetzen, zu verstehen, wie sie denken und warum sie welcher Meinung sind, liegt mir recht gut.
  • Soziale Kompetenzen: Unter anderem wegen vorgenannter Punkte gehe ich sehr gerne mit anderen Menschen um und arbeite gerne im Team.
  • Analytisches Denken: Interessiert mich. Ich strukturiere meine Gedanken gerne und oft, und manchmal auch zu sehr.
  • Kreativphasen: Hin und wieder habe ich sehr kreative Phasen mit vielen Ideen, mit denen ich meine Mitmenschen manchmal zu sehr bombadiere.

Schwächen

Was ich als meine Schwächen betrachte, hängt oft mit oben genannten Stärken zusammen:

  • Zurückhaltung: Ich bin oft sehr zurückhaltend und still, was andere als Schüchternheit oder mangelnde Durchsetzungsfähigkeit interpretieren können.
  • Ungeduld bei Routineaufgaben: Routinejobs werden mir oft sehr schnell langweilig. Deshalb fällt mir hier die Motivation schwer. Über die Zeit habe ich aber Tricks entwickelt, um mich hier selbst zu überlisten.
  • Ungeduld mit Mitmenschen: Oftmals, gerade wenn ich neue Erkenntnisse sammeln konnte, bin ich gedanklich zu schnell unterwegs und verlange von meinen Mitmenschen zu viel.
  • Tendenz zur Überladung: Weil mich viel interessiert, nehme ich mir periodisch zuviel vor. Phasen der Höchstleistung müssen deshalb immer wieder Phasen der Erholung folgen, um mich im Gleichgewicht zu halten.
  • "Problemdiskontierung": Hin und wieder lähmen mich heute bereits Probleme, die erst übermorgen vielleicht auf mich zukommen. Hier arbeite ich daran, gelassener zu werden.